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Keine Angst vor Datenklau: So zahlen Sie sicher beim Online-Einkauf

Beim Bezahlen spielen Online-Shops ihre Stärken gegenüber dem normalen Ladengeschäft aus. Denn Warteschlangen gibt es in der Online-Welt nicht. Dennoch stellt die Kasse eines Internet-Shops für viele Verbraucher immer noch das größte Hindernis dar - denn Sie haben Angst, dass ihre Kontendaten missbraucht werden könnten. Dabei sind fast alle Zahlungsarten, die für das Online-Shopping in Frage kommen, seit Jahren im normalen Versandhandel von Otto, Neckermann, Quelle und Co. selbstverständlich. In den USA gehört das Bezahlen mit Kreditkarte zum Einkaufsalltag wie in Deutschland der Umgang mit Bargeld, unter den deutschen Onlineshoppern greift aber nur jeder vierte zur Kreditkarte, wenn er im Netz bestellt. Es gibt aber auch für vorsichtige Zeitgenossen eine Menge Zahlungsalternativen:

- per Rechnung
Immer noch die kundenfreundlichste Variante. Die Ware kommt ins Haus und kann in Ruhe geprüft werden, bevor die Kaufsumme an den Händler überwiesen werden muss. Der große Vorteil - reklamiert der Kunde oder macht von seinem Rückgaberecht Gebrauch, dann muss er das Geld nicht umständlich vom Händler zurückfordern.

- per Nachnahme
Die bei Händlern beliebteste Zahlungsmethode, weil sie für diesen ohne Risiko ist - die Ware wird vom Postboten nur gegen Geld bei der Lieferung übergeben. Für den Kunden ist diese Zahlungsmethode ärgerlich: Sie kostet zusätzliche Gebühren, die Ware kann nicht vor der Bezahlung geprüft werden. Weist der Händler nicht ausdrücklich in seinen Allgemeinen Geschäftsbedingungen auf den Nachnameversand hin, können Käufer die Annahme der Sendung sowie die Zahlung der Gebühr verweigern. So kann man sich gegen unliebsame Überraschungen schützen.

- per Einzugsermächtigung (Lastschriftverfahren, Bankeinzug)
Hier profitieren sowohl Käufer als auch Händler. Der Händler bekommt sein Geld bei der Lieferung, der Kunde kann bei Problemen oder nach der Warenrückgabe sechs Wochen lang den Kaufbetrag von seiner Hausbank auf sein Konto zurückbuchen lassen. Wichtig bei der Einzugsermächtigung, die online ausgefüllt wird, ist die verschlüsselte Übertragung an den Händler. Diese funktioniert zum Beispiel per SSL-Verschlüsselung. SSL steht für Secure Socket Layer, einem Quasi-Standard für sichere Übertragungswege im Internet. Erkennen lässt sich diese Verschlüsselung entweder an einer Meldung des Browsers "Sie haben eine sichere Seite angefordert" oder am geschlossenen Vorhängeschlosssymbol am Rand des Browserfensters.

- per Kreditkarte
Das funktioniert genauso wie im normalen Laden: Der Kauf mit dem guten Namen ist sicher und komfortabel. Natürlich: Legt ein Händler es darauf an, kann er mit der Kreditkartennummer auf Einkaufstour gehen. Aber ein Kellner in einem Restaurant, der die Kreditkarte zum Essenbezahlen entgegen nimmt, hätte eine solche Gelegenheit ebenfalls. Absolut sicher ist dagegen die Kreditkartenbezahlung über die Secure Electronic Transaction, kurz: SET. Bei SET ist ein Missbrauch der Kreditkartennummer ausgeschlossen. Der Kunde überträgt mit der Bestellung die Kartendaten verschlüsselt zum Händler. Dieser liest und bearbeitet die Bestellung, die Kreditkartenangaben leitet er direkt an die Bank des Kunden weiter, ohne diese lesen zu können. Der Händler bekommt daraufhin von der Bank sein Geld und schickt die bestellte Ware an den Kunden. Für die Kreditkartenzahlung im Internet wird ebenfalls die SSL-Verschlüsselung eingesetzt. Der Unterschied zum SET-Verfahren: Die Kartendaten werden auf einer sicheren Leitung zum Händler übertragen, allerdings kann dieser sie lesen. Die Kreditkartennummer wird dann vom Online-Shop-Betreiber zur Bank weitergeleitet.

- Digitales Geld
Es heißt mal Cybercoin oder eCash - und soll das gedruckte Geld im Internet ersetzen. Doch für das digitale Geld existiert keine einheitliche Währung. Mehrere Firmen und Banken bieten verschiedene Varianten an. Das Verfahren funktioniert ähnlich wie die Geldkarte - der Kunde braucht die entsprechende Software, dann kann er seine elektronische Geldbörse mit digitalen Münzen laden. Der Haken bislang: Sowohl Händler als auch Kunden brauchen ein Konto einer Bank, die die elektronische Geldbörse als Service anbietet. Das Zahlungsverfahren gilt als sicher, die elektronische Währung wird verschlüsselt zum Händler übertragen.

- Paybox: zahlen mit dem Handy
Neu ist die Möglichkeit, mit dem Mobiltelefon seine Bestellungen im Internet zu bezahlen. Im März 2002 betrug die Zahl der Akzeptanzstellen 10.000, davon mehr als 3.000 online. Paybox ist nicht nur ein einfaches, sondern auch sicheres Zahlungssystem, weil es über das Mobilfunknetz abgewickelt wird. Zum Bezahlen gibt der Käufer seine Mobilfunknummer an, der Händler leitet die Bezahlungsanfrage an das Payboxsystem weiter, das System meldet sich auf dem Handy des Käufers. Dieser bestätigt mit Geheimzahl die Zahlung - der Betrag wird vom Girokonto des Kunden abgebucht.
Hier bei paybox anmelden.

- iclear: risikoloser Kauf auf Rechnung
Auf Rechnung einkaufen ist auch im Internet besonders bequem. Eine "iclear"-Mitgliedschaft macht dies für den Käufer besonders sicher, da keine persönlichen Daten über das Internet übertragen werden müssen. Zudem ist die Anmeldung für diese Zahlungsmethode kostenlos. iclear funktioniert ganz einfach: Die Mitglieder bekommen einen iclear Namen und ein Passwort. Zum Bezahlen im gewählten Online-Shop drückt man auf den Button "Rechnungskauf iclear" und gibt nur den iclear Namen und das Passwort ein. Nun hat man 14 Tage Zeit, die Ware zu prüfen und die Rechnung zu begleichen.

Bildnachweis: Hersteller
 

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