Hausmittel gegen Erkältung
Es geht auch ohne Chemie: Wie man Erkältungen mit Hausmitteln begegnet
In der kalten und dunklen Jahreszeit erwischt es fast jeden irgendwann. Dann fühlt sich der Kopf mürbe an, der Hals schmerzt und die Nase läuft. Doch der Griff zur Pillenschachtel ist nicht unbedingt die beste Wahl. Omas Hausmittelchen helfen mindestens genauso gut. Sowohl bei der Vorbeugung, als auch im akuten Fall.
Vorbeugen
Sinnvoll ist eine ausreichende und regelmäßige Bewegung an frischer Luft. Das stärkt den Kreislauf, die Atemwege und damit auch die Abwehrkräfte. Bewegung fördert die Durchblutung, macht warm, verbraucht Energie und befreit von Stress.
Wichtig ist ebenso die richtige Ernährung. Eine vitamin- und mineralstoffreiche Nahrung hat positive Auswirkungen auf die körpereigenen Abwehrkräfte. Essen Sie Obst- und Gemüsesorten der Saison, die reich an Vitaminen sind, wie Paprika, Zitrusfrüchte, Kiwis, Ananas, Grünkohl, Rosenkohl und alle anderen Kohlsorten, Steckrübe, Brokkoli und Petersilie.
Auch heiß-kaltem Wechselduschen oder heiß-kalten Waschungen helfen dem Immunsystem. Danach sollten Sie sich mit einem Frottiertuch kräftig abreiben, das regt den Kreislauf an. Auch schwitzen in der Sauna stärkt die Abwehrkräfte. Sie sollten aber niemals mit Fieber oder akuten Entzündungen in die Sauna gehen. Im Zweifelsfall, ob diese Art des Schwitzens für Ihren Körper geeignet ist, fragen Sie Ihren Arzt.
In geheizten Räumen ist häufig die Luftfeuchtigkeit zu niedrig. Dadurch trocknen die Schleimhäute aus und sind in ihrer Widerstandskraft gegen Krankheitserreger geschwächt. Abhilfe bringt hier regelmäßig kurz die Räume durch zu lüften.
Im akuten Krankheitsfall
Wenn bei Husten, Schnupfen, Hals- und Kopfschmerzen die Körpertemperatur erhöht ist, sollten Sie sich unbedingt körperlich schonen. Ein Kamillendampfbad lässt die Nasenschleimhäute abschwellen, Lindenblütentee bringt den Körper richtig ins Schwitzen. Gegen eine verstopfte Nase hilft Meerrettich. Um den Hals und Rachen zu desinfizieren können Sie mit Salbeitee oder Salzwasser gurgeln. Ätherische Öle von Anis, Thymian oder Eukalyptus lösen den Husten wenn man sie inhaliert. Auch warme Fußbäder schaffen wohlbehagen.
Wer trotz Erkältung zur Arbeit gehen muss, sollte darauf achten, möglichst keinen Kollegen anzustecken. Husten Sie nur hinter vorgehaltener Hand, niesen und schnäuzen Sie möglichst in ein Papiertaschentuch. Wenn diese Hausmittelchen nicht helfen oder sich die Krankheit verschlimmern, sollten Sie zum Arzt gehen.
Insbesondere wenn
· im Rachenraum Vereiterungen sichtbar werden,
· das Fieber länger als drei Tage über 38°C liegt,
· der Brustkorb beim Ein- und Ausatmen schmerzt,
· der Husten trocken und schmerzhaft ist,
· Schwindel- oder Gleichgewichtsstörungen einsetzen.
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Quelle: BEECOM