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CeBIT-Trends 2002

Mit neuen Diensten und Geräten will die CeBIT in diesem Jahr die müde Mobilfunkbranche wieder aufwecken.

Trend Nr. 1: Farbe im Handy-Display
Farb-Displays sind der Renner der CeBIT 2003. Jeder Hersteller, der etwas auf sich hält, präsentiert in Hannover mindestens ein Handy mit buntem Bildschirm- bei Sony Ericsson sagt man sogar voraus, dass bei vier von fünf neuen Modellen Farbe im Spiel sein wird. Hier einige Farb-Highlights im Einzelnen:

Motorola
T720 heißt ab Sommer das neue Spitzen-Modell der Amerikaner. Das kleine Klappen-Handy hat zwei Display an Bord: das innere glänzt mit bis zu 4096 Farben, das äußere informiert in monochromer Anzeige etwa über Anrufernummern. Der Nachfolger des Timeport 280 wird jedoch nur mit Dualband-Technik ausgerüstet und kommt ohne Infrarotschnittstelle daher. Dafür unterstützt er Java, spielt polyphone Klingelmelodien, bietet einen E-Mailclient und beherrscht WAP 1.2 sowie EMS. Zum Jahresende soll für das T720 auch ein Bluetooth-Adapter zur Verfügung stehen.

Samsung
Edel sieht es aus, und exquisit liegt es in der Hand: Mit dem SGH-T100 gehört Samsung zum feinen Kreis der Hersteller, die schon kurz nach der CeBIT ein Handy mit Farb-Display auf den Markt bringen. Gegen das hoch auflösende LCD-Display der Koreaner, das 4096 Farbnuancen darstellen kann, bleibt etwa das EricssonT68m nur zweiter Sieger. Auch in puncto Look & Feel ist Samsung eine Klasse besser. Im zugeklappten Zustand informiert das edle Fernost-Handy auf dem äußeren Display über Akku- und Empfangsstatus und zeigt auch Uhrzeit sowie eingehende Anrufe an. Klingeltöne und Bilder lassen sich zwar per SMS verschicken, auf den SMS-Nachfolger MMS (Mulitmedia Messaging Service) ist das SGH-T100 aber nicht vorbereitet.

Philips
E-Mails und WAP-Seiten wandern beim Philips Fisio 820 (499 € ohne Vertrag) besonders flott aufs Farb-Display (256 Farben). Denn es ist das erste marktreife GPRS-Handy der Multislot-Klasse 10 - das heißt für die Datenrate: 53,6 Kbit/s im Download und 26,8 Kbit/s im Upload. Außerdem verwaltet es zwei E-Mail-Accounts und mehrere SMS-Zentralen, Speicher 40 Sprachbefehle, 30 Sekunden Memos und je fünf Telefonnummern plus E-Mail-Adresse und Notizen zu allen Kontakteinträgen. Da sich diese Daten jedoch alle den Speicher von gerade mal 500 Kilobyte teilen, ist das Fisio nichts für mobile Profis, die ihre Kontakte und Termine im Handy verwalten wollen.

Trend Nr. 2: i-Mode und WAP in Farbe
In Japan der Renner mit mehr als 30 Millionen Kunden, in Deutschland in den Startlöchern: i-Mode, der erste durchweg farbige Online-Dienst fürs Handy-Display. Hier zu Lande wird der Service exklusiv von E-Plus angeboten. Doch ob die Düsseldorfer den Startschuss wie geplant im März geben, ist noch offen. Über die Details des neuen Dienstes schweigt sich E-Plus ebenfalls noch weitgehend aus - bekannt ist aber, dass die Macher von "Moorhuhn" am Entertainment-Angebot für i-Mode stricken und dass sic die Inhalte in Bereichen wie News und Politik, Sport und Freizeit, Lifestyle, Erotik, Kultur und Games gliedern werden. Aus diesen Paletten können sich die i-Mode-Kunden ihr persönliches Informationsportal zusammenstellen. Ein weiterer Faktor für den Erfolg von i-Mode soll das so genannte i-Mail werden: 1000 Zeichen können mit Unterstützung der Texteingabe T9 direkt an andere i-Mode-Handys geschickt werden. Erstes und zu beginn einziges i-Mode-Handy ist das N21i von NEC. Trotz vieler Spielereien wie Farbdisplay und 16-stimmigen Klingeltönen soll das Handy im Standby-Betrieb immerhin 160 Stunden durchhalten und in der Lage sein, neben i-Mode- auch WAP-Seiten darzustellen. Das ist auch gut so, denn WAP-Angebote in Farbe werden ebenfalls ein Trend der CeBIT 2002 sein.

Trend Nr. 3: MMS
Das Multimedia Messaging ist vor allem für Nokia einer der Super-Trends für 2002. Auf dem Weg zu UMTS wird MMS als Weiterentwicklung SMS der Schrittmacher für viele 3G-Dienste sein. MMS ermöglichet die Kombination von Bildern mit Text und Ton sowie im nächsten Schritt die Übertragung von Videos. Vergleichbar mit dem Übergang vom Radio zu Fernsehen, markiert die Entwicklung von Text- zu Multimedia-Miteilungen ein neues Zeitalter der mobilen Kommunikation. Eine Umfrage des Marktforschungsinstituts HPI Research Group, die in den wichtigsten Mobilfunkmärkten der Welt unter 12000 Nutzern durchgeführt wurde, ergab: 73 Prozent derjenigen, die heute Textmitteilungen verschicken, würden ohne zu zögern Mutlimedia-Messaging-Dienste nützen. Schon demnächst wird MMS Bestandteil aller neuen Nokia-Handys sein. Mit dem Nokia 7650 wird im zweiten Quartal das erste MMS-fähige Mobiltelefon von Nokia mit integrierter Kamera erhältlich sein. Auf der CeBIT wird MMS mit dem 7650 hautnah erlebbar.
 




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Bildnachweis: Hersteller
 
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