Digital-TV-Anlagen sind bereits für rund 350 Mark zu haben - inklusive Set-Top-Box. Aber welche ist die richtige? Kommt darauf an - nämlich auf die Programme, die Sie sehen möchten. Deshalb sollten Sie auf einige Komponenten achten.
Antennengröße
Zum Einzelempfang von Astra oder Eutelsat/Hot Bird reicht eine 60-Zentimeter-Schüssel aus. Kleinere Varianten kosten zwar weniger, liefern aber meist nur Bilder in schlechterer Qualität. Mindestens eine Nummer größer - 75 Zentimeter - sollte die Antenne ausfallen, wenn vier und mehr Teilnehmer mit Sat-Signalen versorgt werden wollen. Eine 75er- oder 90er-Schüssel (bei mehreren Teilnehmern) benötigen auch Sat-Gucker, die zwei benachbarte Satelliten - etwa Astra und Eutelsat/Hot Bird - ansteuern wollen. Möglich macht diesen Multifeed-Empfang ein so genanntes schielendes LNB (auch LNC, "Low Noise Block Converter"; Empfangselektronik), das beide Satelliten anpeilt und die empfangenen Signale für den Digitalempfänger aufbereitet. Der dänische Hersteller Triax beispielsweise bietet eine Einmeterschüssel an, mit der sich gleich vier maximal 30 Grad auseinander liegende Sat-Positionen ansteuern lassen. Sie benötigt dazu jedoch vier LNBs.
Antennentyp
Zu den gängigsten Varianten an Hauswänden und auf Dächern gehören die Offset-Schüsseln. Prime-Focus-Antennen (PFA) - hier sitzt das LNB exakt in der Mitte - gibt's nur noch ab einem Meter und größer. Ihr Nachteil: Sie sind weniger steil installiert, weswegen im Winter der Schnee hängen bleibt - schlecht für die Empfangsqualität. Platz sparende und dennoch leistungsstarke Antennenvarianten ermöglicht das Cassegrain-Prinzip, das die eingehenden Signale zwei Mal bündelt. Sie können jedoch nur eine Sat-Position ansteuern. Offset-Drehantennen - für sie muss der Sat-Receiver die Steuertechnik Diseque 2 beherrschen - observieren bis zu 30 Satellitenpositionen. Alle Antennenspielarten kooperieren auch mit Twin-LNBs für Set-Top-Boxen mit zwei Tunern - Sie können ein Programm anschauen und gleichzeitig ein anderes aufnehmen. Für welchen Antennentyp Sie sich auch entscheiden: Ohne ein "Universal- LNB" läuft nichts - fragen Sie Ihren Fachhändler danach.
Kabelverbindung
Die Distanz zwischen Antenne und Sat-Receiver sollte die 20-Meter-Marke auf keinen Fall überschreiten; andernfalls muss ein zusätzlicher Verstärker die Signale auf Trab bringen. Grundsätzlich gilt: je größer die Antenne, desto länger darf das Kabel sein. Für den Fall, dass Sie die Antenne auf dem Balkon anbringen: Der Handel führt zehn Zentimeter lange Flachbandkabel - sie schlängeln sich unter dem Türrahmen hindurch. Ob Sie nur frei empfangbare Programme (Free-TV) oder auch Pay-TV anschauen wollen, spielt für die Sat-Anlage keine Rolle - nur für die Set-Top-Box.
Satelliten und ihre digitalen Programme
Satellit
Position
Antennengröße (min.)
Programme
Astra 1
19,2 Grad Ost
60 cm
komplettes deutsches Free-TV und Premiere World; Free- und
Pay-TV*europäisches Ausland inklusive Österreich*
Eutelsat Hot Bird
13,0 Grad Ost
60 cm
Free- und Pay-TV* europäisches Ausland inklusive Schweiz*,
Russland, Polen
Astra 2 und Eutelsat
28,2 Grad Ost
60 cm
britisches Pay-TV*
Eurobird Türksat 1
C 42,0 Grad Ost
90 cm (Süd -), 120 cm (Norddeutschland)
türkisches Free- und Pay-TV*
Eutelsat W 1
10,0 Grad Ost
60 cm
türkisches Free- und Pay-TV*
Eutelsat W 3
7,0 Grad Ost
60 cm
türkisches Pay-TV*
Sirius 2,3
5,0 Grad Ost
65 cm (Nord-), 120 cm (Süddeutschland)
skandinavisches Pay-TV*
Thor 1-3, Intelsat 707
1,0 Grad West
65 cm (Nord-), 150 cm (Süddeutschland)
skandinavisches Pay-TV*
* in Deutschland offiziell nicht zu abonnieren
SONDERFÄLLE
Die 50-Zentimeter-Flachantenne BAS 60 von Kathrein und die 40er Multimo von Zehnder brauchen nicht viel Platz und eignen sich obendrein für den mobilen Sat-Empfang. Beide arbeiten nach dem Cassegrain-Prinzip.
Hier finden Sie Shops zu
den erwähnten Produkten :
Neuer Ess-Trend: Wrap it - gerollt und gewickelt
Mittags schnell etwas aus der Hand zu essen gehört für viele Berufstätige in unserer hektischen Zeit zum Alltag. Langweilige belegte Brötchen und Hamburger hat da so mancher längst satt. Jetzt wird ein neuer Trend aus den USA auch bei uns immer beliebter: Essen, das in einen Fladen gerollt wurde, so genannte "Wraps".